Salsa ist vielseitig

Es gibt die verschiedensten Stile Salsa zu tanzen. Auf dieser Seite ganz unten haben wir eine kleine Übersicht zusammengestellt.

 

In unserer Schule widmen wir uns in erster Linie dem L. A. Style, einem Cross-Body Style. Dieser Stil wird voreinander getanzt und orientiert sich mit allen Figuren an einer Linie "auf" der getanzt wird.

 

Oft ist der Gedanke vorherrschend, dass man ein "gern betanzter Partner" ist, wenn man ein großes Repertoire aufweisen kann, was oft dazu führt, dass wie wild eine Figur nach der anderen gelernt und beim Salsatanzen "heruntergespult" wird, wobei dann oft andere, meiner Meinung nach wichtigere Dinge unter den Tisch fallen.

Oder man steht abens auf der Tanzfläche und der Kopf ist plötzlich leer und die vielen erlernten Figuren sind wie weggeblasen....


In erster Linie soll ein Tanz ein schönes Gefühl geben, Spass machen und musikalisch sein, also eine passende Interpretation der Musik vermitteln.

 

Frei nach dem Motto "weniger ist mehr" arbeiten wir also mit unseren Schülern über einen längeren Zeitraum an den gleichen Figuren, bis die Bewegung nicht mehr vom Kopf aus, sondern direkt vom Körper, der die erlernten Bewegungsabläufe dann passiv abrufen kann, gesteuert wird.


Übersicht Kursaufbau


Für alle Kurse ist vorab eine Anmeldung zur Stunde notwendig, da wir eine Mindestteilnehmerzahl (maximal 8 Paare) pro Kurs haben, um eine gewisse Unterrichtsqualität für die Schüler gewährleisten zu können! Unsere Kurse sind alles Drop In (Außnahme SALSA Exklusivkurs), sodass ein Einstieg jederzeit möglich ist, sofern noch Plätze frei sind.

MEINE ERSTE SALSASTUNDE

sonntags 11.45 Uhr

In diesem Kurs befassen wir uns ausschließlich mit dem Grundschritt, dem Rhythmus und der Tanzhaltung. Ihr bekommt die ersten wichtigen Informationen über das Führen und Folgen und lernt so ein Verständnis für den Tanz und die Umarmung zu bekommen. Diese Stunde ist lediglich für den Einstieg gedacht, kann jedoch bei Bedarf auch mehrmals besucht werden. Dies soll euch den Einstieg in den Newcomerkurs mit den ersten Figuren erleichtern.

   

NEWCOMER I

ohne Vorkenntnisse

freitags 18 Uhr

sonntags 13 Uhr

In diesem Salsa-Anfängerkurs geht es darum die ersten Schritte, Platzwechsel (Cross-Body-Lead) und Drehungen zu erlernen, ein Gefühl für die Musik zu entwickeln und am Ende des Kurses das Erlernte im Idealfall so gefestigt zu haben, dass ein entspanntes Tanzen mit einem Lächeln im Gesicht auch am Abend auf der vollen Tanzfläche möglich ist.

Es baut alles aufeinander auf, sodass ihr langsam und gut vorbereitet immer nur ein neues Element mental und körperlich verarbeiten müsst.

 

NEWCOMER II
leichte Vorkenntnisse

donnerstags 18.30 Uhr

samstags 19.15 Uhr

In diesem Kurs setzen wir die ersten Elemente aus dem NEWCOMER Kurs voraus und widmen uns dem Kombinieren und Aneinanderfügen der bereits erlernten Elemente. Außerdem wird das bereits Erlernte in neuen Varianten vertanzt, so dass ihr lernt euch mit wenigen Elementen vielfältig und flüssig zu bewegen. Wir werden auch zum ersten Mal die gelaufenen Drehungen (rechts und links) in ihrer einfachsten Form kennenlernen und uns auch den Cross-Body-Reverse aneignen sowie Hammerlockdrehungen kennenlernen.
   

Improver I

gute Vorkenntnisse

freitags 19.30 Uhr

sonntags 14.30 Uhr

Dieser Anfängerkurs baut auf den vorhandenen Kenntnissen des Kurses Salsa-Newcomer II auf.

Ihr lernt die gelaufenen Drehungen zu festigen und zu erweitern um entsprechende Variationen. Hier wird der Grundstein für die weiteren Lernerfolge gelegt. Die gelaufenen Drehungen sind die Grundlage für alles weitere und sollten sehr gut beherrscht werden. Es wird noch viel gedreht und da sollte keiner "durchdrehen".

Wir befassen uns außerdem mit dem Corner Check in diversen Variationen mit diversen Ausgängen und unserer ersten und leichtesten Copavariante. Es wird hier über einen längeren Zeitraum an den entsprechenden Elementen gearbeitet, sodass ihr ein gutes Gefühl für die Elemente entwickeln könnt.

 

IMPROVER II

sehr gute Vorkenntnisse

freitags 21 Uhr

In diesem Kurs lernen die Anfänger mit Vorkenntnissen weitere Führungstechniken wie zB. Circeling, divesere Copavarianten, Gentlemanwalk Variationen sowie die ersten Doppeldrehungen. Das besondere Augenmerk liegt in diesem Kurs auf der Festigung der Drehungen und Copatechniken gelegt.

Es werden immer wieder für kleine Kombinationen die Elemente aus den anderen Einsteigerkursen herangezogen und somit stetig gefestigt.  Außerdem wird die Musik langsam etwas schneller, sodass ihr jetzt lernt, alle erlernten Elemente in einem angemessenen Tempo  (welches euch dann auch abends auf der Tanzfläche erwartet) entspannt zu führen und zu tanzen. Am Ende des Kurses sollten die Teilnehmer mit Leichtigkeit einen schönen Tanzfluss beherrschen.

 

leichte MITTELSTUFE

sonntags 16 Uhr

 

Dieser Mittelstufenkurs setzt alle Elemente aus den Anfängerkursen voraus. Die Grundlagen sollten bereits gut beherrscht werden. Es ist ein Übergangskurs zur Mittelstufe. Die Elemente werden komplexer, also anspruchsvoller. Hier wollen wir lernen, entspannt ohne Kraft zu führen, auch wenn es mal schwieriger wird oder schneller wird.

Es geht um Erweiterungen der bereits erlernten Elemente, in einem höheren Schwierigkeitsgrad mit etwas längeren Kombinationen. Auch in diesem Kurs wird Wert auf Wiederholungen gelegt, damit der Körper genug Zeit hat, das Erlernte zu verarbeiten.

   

Mittelstufe/
Fortgeschritten

In diesem fortgeschritteneren Kurs wird ein flüssiges und musikalisches Tanzen vorausgesetzt.

Im Gegensatz zur Mittelstufe wird hier in jeder Stunde eine neue Kombination erlernt.

Weiterhin wird viel Wert auf das korrekte Führen und Folgen gelegt und diese Figur mit allen wichtigen Details durchgearbeitet.

 

SALSA

Exklusivkurs

Dieser Kurs richtet sich an alle, die es vorziehen in sehr kleinen Gruppen mit besonders indivudueller Betreuung zu lernen.

In diesem Kurs ist Platz für 2 bis maximal 3 Paare, dadurch wird eine intensivere Einzelbetreuung möglich und der Lernerfolg kann in kurzer Zeit schneller gesteigert werden.

 

Dieser Kurs ist geschlossen und umfasst 5 Einheiten je 90 Min. und ist auf Anfrage für jedes Level buchbar.


Kurze Übersicht über die Salsa-Vielfalt


L.A. Style (Los Angeles Style)

 

Dieser Tanzstil hat seinen Ursprung wie dem Namen auch zu entnehmen ist in Los Angeles beginnend ca. im Jahr 1995 und wurde von den Brüdern Vazques verbreitet und insbesondere durch Johnny Vazques

 

Im Ursprung ist dieser Tanzstil geprägt von vielen choreografischen Elementen und Showfiguren (u. a. auch Hebefiguren). Dies ist auch ein Grund, warum diese Stilrichtung der Salsa besonders gerne für Filmproduktionen, Auftritte und auch in Tanzturnieren Anwendung findet.

 

Im Sprachgebraucht wird dieser Stil auch On1 genannt, da der Richtungswechsel (die Betonung) hier auf der
1 liegt. Die Musik entspricht den üblichen Hörgewohnheiten im westlichen Kulturkreis und macht so das Erkennen der „1“ und somit das Tanzen einfacher.

 

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich dieser Stil in vielen Tanzschulen und auch auf den Socialtanzflächen etabliert, wobei jedoch die choreografierten Elemente, den führbaren Elementen gewichen sind.

 

Im Vergleich zum N.Y. Style wirkt dieser Tanzstil wesentlich dynamischer und härter.

 

N.Y. Style (New York Style)

Ein wenig älter ist der sogenannte New York Stil. Als in den 70er Jahren in New York City die Salsa immer populärer wurde, entwickelte sich passend zur neuen Musik auch ein neuer Tanzstil. Bei diesen älteren Salsas ist die Betonung auf der „2“ deutlicher zu hören (u. a. Fania All Stars), wie auch in der Black Musik. Deshalb entwickelte sich hierzu passend das Tanzen „On2“.

Seine Wurzeln liegen in einer Mischung aus dem klassischen Salsa Cubana und dem Puerto Rican Style, gemischt mit Elementen aus nordamerikanischen Paartänzen, u. a. dem Hustle und dem Swing.

Aus diesem Tanzstil entwickelte Eddie Torres Ende der 1980er Jahre den Mambo Style (von ihm selbst
„Salsa Nightclub Style“ genannt). Er besann sich auf die Ursprünge der Salsa im Mambo und entwickelte so als Vorreiter diese neue Entwicklung von Eleganz und weichen Bewegungsabläufen.

Beide Stilrichtungen haben sich etabliert und werden auf diversen Congressen und Festivals sowie in Tanzschulen weltweit vermittelt und stetig weiterentwickelt.

Salsa cubana

Diese Stilrichtung ist noch bis heute die am meisten getanzte Form der Salsa und wird auch als die „klassische Form“ der Salsa bezeichnet. Charakteristisch sind die offene Tanzhaltung, das Führen mit nur einer Hand und das kreisförmige Tanzen der Partner um einen gemeinsamen Mittelpunkt, sogenannte Wickelfiguren und die dominante Führung. Der gemeinsame Mittelpunkt und das „kreisförmige Tanzen“ sind der gravierendste Unterschied zu den Stilen L.A, N.Y. und Puerto Rican, welche „auf der Linie“ getanzt werden. Außerdem zeichnet sich die Salsa cubana noch durch den sogenannten Tap aus, der da gesetzt wird, wo bei den Cross Body Lead Stilen immer eine Pause vorhanden ist.

Dieser Tanzstil wird auf Kuba noch heute oft auf der Straße gelernt und nicht wie die anderen Stile in einer Tanzschule. Diesen Stil nennt man auch "casino" oder eben "de la calle".

Rueda de Casino

In engem Zusammenhang zur Salsa cubana findet sich noch die Rueda, was soviel bedeutet wie "Rad". Dieser Stil kommt aus der Salsa cubana und wird von mehreren Tanzpaaren im Kreis getanzt und es finden immer wieder Partnerwechsel in dieser Formation statt. Damit dies funktioniert, also alle Paare das gleiche tanzen, gibt es einen sogenannten "Catante" (Sänger). Dieser gibt entsprechende Kommandos, die von allen Tanzpaaren ausgeführt werden. Hierzu sind festgelegte Begrifflichkeiten nötig, bestimmte Abfolgen haben also feste Begriffe z B. dame dos (gib mir 2), was bedeutet, dass die Tanzpartnerinnen beim Wechsel einen Tanzpartner überspringen und gleich zum 2. weiter gehen. Es ist eine Tanzart, die viel Spass bringt, allerdings eben nur in einer Formation also mit mehreren Paaren getanzt werden.

Außerdem gibt es noch die in Deutschland weniger verbreiteten Stile wie  Salsa Puerto Rican Style, Salsa columbinana oder auch Cali genannt und den Cumbia Style.